Detaildaten zu Beinträchtigungen: FFH-Arten

Kegelrobbe - Halichoerus grypus

Natura 2000-Code: 1364; Bearbeitungstand: III

Wirkfaktorengruppe: 2 Veränderung der Habitatstruktur / Nutzung
Wirkfaktor: 2-3 Intensivierung der land-, forst- oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung
Relevanz des Wirkfaktors:  regelmäßig relevant - besondere Intensität (3)

     Auswertekategorien:

  1. Empfindlichkeiten/Wirkungen (20)
  2. Regenerationsfähigkeit (0)
  3. Prognosemethoden (1)
  4. Relevanzschwelle (1)
  5. Erheblichkeitsschwelle (3)

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1. Empfindlichkeiten/Wirkungen

1.01 BearbeiterInnen FFH-VP-Info (siehe Impressum) (o. J.)

Das Nahrungsspektrum der Kegelrobbe (H. grypus) beinhaltet zahlreiche Fischarten, die von fischereiwirtschaftlichem Interesse sind. Für die Kegelrobbe dürfte sich daher insbesondere die Intensivierung der fischereiwirtschaftlichen Nutzung negativ auswirken.

Zum Teil sterben Kegelrobben auch als Beifänge im Rahmen der Fischerei.

Konsequenzen können - abhängig vom Umfang - z. B. Verlust von (Teil-)Habitaten, Verringerung der Fortpflanzungsrate bzw. der Überlebenswahrscheinlichkeit von Individuen, Bestandsrückgang oder Beeinträchtigung bzw. Erlöschen lokaler (Teil-)Bestände sein.

Anmerkung: Pestizide werden separat unter Wirkfaktor 8-3 behandelt.

Die nachfolgenden Datensätze sind nach den Themenfeldern (A) Reduktion der Nahrungsgrundlage und (B) Mortalität durch Beifang sortiert.

Qualifizierung der Quelle: E



1.02 Anderson, S. S. (1992)

Sandaale und Kabeljau [stehen] meist an erster Stelle. Es wird eine Vielfalt von Fisch gefressen, wobei die Zusammensetzung der Nahrung von Gebiet zu Gebiet [und saisonal variiert, in ungefährer Übereinstimmung mit der jeweiligen Häufigkeit der vorkommenden Fischarten. [...] "Cephalopoda und Crustaceen werden gelegentlich gefressen [...]."

Qualifizierung der Quelle: D



1.03 Schwarz, J. & Heidemann, G. (1994)

Analysen des Kots und der Mageninhalte an verschieden Orten der Nord- und Ostsee haben gezeigt, dass die Nahrung Jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt. "Kegelrobben sind Nahrungsopportunisten. Das Beutespektrum wird weitgehend von den jeweils am häufigsten vorkommenden Fischarten bestimmt."

Qualifizierung der Quelle: D



1.04 Lundström, K., Hjerne, O., Alexanderson, K., Karlsson, O. (2007)

Hauptnahrungsbestandteile in der Ostsee: "In addition to herring, common whitefish (Coregonus lavaretus) and sprat (Sprattus sprattus) were important prey, but cyprinids (Cyprinidae), eelpout (Zoarces viviparus), flounder (Platichtys flesus) [Anm.: gemeint ist Platichthys, BearbeiterInnen FFH-VP-Info] and salmon (Salmo salar) also contributed significantly".

Qualifizierung der Quelle: D



1.05 Hammond & Grellier (2006)

Hauptnahrungsbestandteile in der Nordsee: "Ecologically, the results show that sandeel, cod, other gadoids and plaice are the most important prey of grey seals in the North Sea."

Qualifizierung der Quelle: D



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Reports: aktueller Wirkfaktor   aktuelle Wirkfaktorengruppe   alle Wirkfaktoren
 

Qualifizierung der Quellen für FFH-Arten

Averallgemeinerbarer, in der Literatur dokumentierter Nachweis für diese spezielle Art
Bin der Literatur dokumentierter Nachweis für diese spezielle Art, aber möglicherweise Ausnahmefall
Cin der Literatur dokumentierter Nachweis für verwandte Arten bzw. andere Arten dieser Artengruppe, der als übertragbar eingestuft wird
Din der Literatur dokumentierter Hinweis für diese spezielle Art oder verwandte Arten bzw. andere Arten dieser Artengruppe
Eeigene Einschätzung oder Aussage Dritter, ohne in der Literatur dokumentierten Nachweis/Hinweis (Experteneinschätzung)
Fkeine Literatur verfügbar / Auswertung bzw. Einschätzung mit aktuellem Bearbeitungsstand noch nicht erfolgt

Legende: Bearbeitungsstand zum Bereich "Beeinträchtigungen"

-bislang noch nicht bearbeitet
Iderzeit nur Einschätzungen zur Relevanz der Wirkfaktoren vorhanden
IIzudem Detaildaten zur Auswertekategorie "1. Empfindlichkeiten/Wirkungen" vorhanden
IIIzudem Detaildaten zu den weiteren Auswertekategorien "2. bis 5." vorhanden
ihre meinung

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dirk.bernotat@bfn.de