Detaildaten zu Beinträchtigungen: FFH-Arten

Haarstrangwurzeleule - Gortyna borelii lunata

Natura 2000-Code: 4035; Bearbeitungstand: III

Wirkfaktorengruppe: 2 Veränderung der Habitatstruktur / Nutzung
Wirkfaktor: 2-3 Intensivierung der land-, forst- oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung
Relevanz des Wirkfaktors:  regelmäßig relevant - besondere Intensität (3)

     Auswertekategorien:

  1. Empfindlichkeiten/Wirkungen (6)
  2. Regenerationsfähigkeit (0)
  3. Prognosemethoden (1)
  4. Relevanzschwelle (1)
  5. Erheblichkeitsschwelle (1)

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1. Empfindlichkeiten/Wirkungen

1.01 BearbeiterInnen FFH-VP-Info (siehe Impressum) (o. J.)

Bei den in Deutschland bekannten G. borelii-Habitaten handelt es sich um trockene bis wechseltrockene, nur extensiv genutzte bzw. gepflegte oder sporadisch entbuschte Standorte. Jede landwirtschaftliche Intensivnutzung ist als erhebliche Beeinträchtigung zu werten, zumal die alleinige Wirtspflanze Peucedanum officinale als Saumart bereits bei jährlich 2-3 maliger Mahd ausfällt oder stark an Vitalität verliert.

Anmerkung: Pestizide werden separat unter Wirkfaktor 8-3 behandelt.

Qualifizierung der Quelle: E



1.02 Anonymus (2004)

Zu den Gefährdungsfaktoren, denen sich diese Art gegenübersieht, gehören Änderungen der Landnutzung, z. B. landwirtschaftliche Intensivierung.
"The threats facing this species include changes in land use, such as agricultural intensification."

Qualifizierung der Quelle: D



1.03 Steiner, A. (1998)

"Zum Teil geht der Rückgang auf die völlige Vernichtung der Fundorte mitsamt ihrer Flora zurück, etwa durch Urbarmachung für landwirtschaftliche Nutzung (Brühl, Koller-Insel). [...] Hinzu kommt [...] der Rückgang der Nahrungspflanze, die [...] aus den Wiesen schon lange verschwunden ist."

Qualifizierung der Quelle: A



1.04 Ernst, M. (2005)

"Eine intensive landwirtschaftliche Nutzung (Düngung / Vielschnitt) wirkt verdrängend auf die Larvalfutterpflanze und somit auf den Lebensraum der Art, ebenso wie das häufige Mulchen der Deichböschungen."

Qualifizierung der Quelle: A



1.05 Biewald, G. & Steiner, A. (2006)

Gefährdungsursachen sind nach Biewald & Steiner (2006:135) Grünland- und Magerrasenintensivierung, falsche Mahdzeitpunkte, intensiver Weinbau und die Aufforstung von geeigneten Grünlandstandorten.

Qualifizierung der Quelle: D



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Reports: aktueller Wirkfaktor   aktuelle Wirkfaktorengruppe   alle Wirkfaktoren
 

Qualifizierung der Quellen für FFH-Arten

Averallgemeinerbarer, in der Literatur dokumentierter Nachweis für diese spezielle Art
Bin der Literatur dokumentierter Nachweis für diese spezielle Art, aber möglicherweise Ausnahmefall
Cin der Literatur dokumentierter Nachweis für verwandte Arten bzw. andere Arten dieser Artengruppe, der als übertragbar eingestuft wird
Din der Literatur dokumentierter Hinweis für diese spezielle Art oder verwandte Arten bzw. andere Arten dieser Artengruppe
Eeigene Einschätzung oder Aussage Dritter, ohne in der Literatur dokumentierten Nachweis/Hinweis (Experteneinschätzung)
Fkeine Literatur verfügbar / Auswertung bzw. Einschätzung mit aktuellem Bearbeitungsstand noch nicht erfolgt

Legende: Bearbeitungsstand zum Bereich "Beeinträchtigungen"

-bislang noch nicht bearbeitet
Iderzeit nur Einschätzungen zur Relevanz der Wirkfaktoren vorhanden
IIzudem Detaildaten zur Auswertekategorie "1. Empfindlichkeiten/Wirkungen" vorhanden
IIIzudem Detaildaten zu den weiteren Auswertekategorien "2. bis 5." vorhanden
ihre meinung

Wenn Sie uns Hinweise auf weitere wissenschaftliche Quellen oder Anregungen zu FFH-VP-Info geben wollen, schreiben Sie eine kurze Notiz an:
dirk.bernotat@bfn.de