Detaildaten zu Beinträchtigungen: FFH-Arten

Haarstrangwurzeleule - Gortyna borelii lunata

Natura 2000-Code: 4035; Bearbeitungstand: III

Wirkfaktorengruppe: 8 Gezielte Beeinflussung von Arten und Organismen
Wirkfaktor: 8-1 Management gebietsheimischer Arten
Relevanz des Wirkfaktors:  gegebenenfalls relevant (1)

     Auswertekategorien:

  1. Empfindlichkeiten/Wirkungen (2)
  2. Regenerationsfähigkeit (0)
  3. Prognosemethoden (0)
  4. Relevanzschwelle (0)
  5. Erheblichkeitsschwelle (0)

Datensatz:    < zurück     1 - 2 von 2    weiter >

1. Empfindlichkeiten/Wirkungen

1.01 BearbeiterInnen FFH-VP-Info (siehe Impressum) (o. J.)

Es sind keine Tierarten bekannt, die regelmäßig ausgebracht werden und auf die Art konkurrierend bzw. verdrängend wirken.

In welchem Maße Gehölzsukzessionen in brach liegenden G. borelii-Habitaten durch Äsung jagdbarer Wildsäuger verhindert oder verzögert werden, ist nicht speziell erforscht. Positive Auswirkungen des Gehölzverbisses sind jedoch möglich. Insofern könnte scharfe Bejagung, insbesondere von Rot- und Rehwild, indirekt zur Beschleunigung von Gehölzsukzessionen beitragen und stünde in diesem Fall im Widerspruch zur Gewährleistung eines günstigen Erhaltungszustandes für die Art.

Qualifizierung der Quelle: E



1.02 Ernst, M. (2005)

"Zur Dezimierung der Populationen der Haarstrangwurzeleule können auch Wildschweine beitragen, die nach Raupen und Puppen wühlen. Die indirekten Folgen des Wildschweinwühlens können sogar noch schädlicher für eine Population sein als die Dezimierung durch die Wildschweine selbst, wenn nämlich die Grasnarbe durch die Bewirtschafter wieder glatt gezogen wird."

Folge nach starker Wühlaktivität können auch sein die Aufgabe der Bewirtschaftung bzw. Pflege, Eindringen von Neophyten wie Solidago und Wiedereinsaat mit Standardgrünlandmischungen nach vorbereitender Bodenbearbeitung (Schanowski, schriftl. Mitt.).

Qualifizierung der Quelle: D



Datensatz:    < zurück     1 - 2 von 2    weiter >

Reports: aktueller Wirkfaktor   aktuelle Wirkfaktorengruppe   alle Wirkfaktoren
 

Qualifizierung der Quellen für FFH-Arten

Averallgemeinerbarer, in der Literatur dokumentierter Nachweis für diese spezielle Art
Bin der Literatur dokumentierter Nachweis für diese spezielle Art, aber möglicherweise Ausnahmefall
Cin der Literatur dokumentierter Nachweis für verwandte Arten bzw. andere Arten dieser Artengruppe, der als übertragbar eingestuft wird
Din der Literatur dokumentierter Hinweis für diese spezielle Art oder verwandte Arten bzw. andere Arten dieser Artengruppe
Eeigene Einschätzung oder Aussage Dritter, ohne in der Literatur dokumentierten Nachweis/Hinweis (Experteneinschätzung)
Fkeine Literatur verfügbar / Auswertung bzw. Einschätzung mit aktuellem Bearbeitungsstand noch nicht erfolgt

Legende: Bearbeitungsstand zum Bereich "Beeinträchtigungen"

-bislang noch nicht bearbeitet
Iderzeit nur Einschätzungen zur Relevanz der Wirkfaktoren vorhanden
IIzudem Detaildaten zur Auswertekategorie "1. Empfindlichkeiten/Wirkungen" vorhanden
IIIzudem Detaildaten zu den weiteren Auswertekategorien "2. bis 5." vorhanden
ihre meinung

Wenn Sie uns Hinweise auf weitere wissenschaftliche Quellen oder Anregungen zu FFH-VP-Info geben wollen, schreiben Sie eine kurze Notiz an:
dirk.bernotat@bfn.de