FFH-VP-Info

Fachinformationssystem des BfN
zur FFH-Verträglichkeitsprüfung

Stand: 12. Januar 2023
Bundesamt für Naturschutz

Wirkfaktoren des Projekttyps

11 Rohstoffgewinnung >> Öl- und Gasförderung - onshore

Bemerkung: Betrachtet werden Anlagen für die konventionelle Gewinnung von Öl und Gas an Land. Fracking ist nicht eingeschlossen.

Entsprechende Anlagen bestehen aus unterirdischen und oberirdischen Anlagenteilen. Die unterirdischen Anlagen bestehen im Allgemeinen aus einem senkrechten Bohrloch mit Steigrohr, das bis zum tiefsten Punkt der Lagerstätte reicht. Zu den oberirdischen Anlagenteilen gehören die Förderanlagen sowie verschiedene Nebenanlagen (siehe weiter unten).

Bei der Erdgasförderung kann aufgrund des natürlichen Lagerstättendrucks etwa 75 % des Gasinhaltes aus dem Trägergestein gewonnen werden. Reicht der natürliche Druck nicht mehr aus, werden zwischen Sonde und Transportnetz Verdichter zur Druckerhöhung installiert.

Beim Erdöl wird das Bohrloch vor Aufnahme der Förderung - ähnlich wie beim Erdgas - durch Einbau eines Steigrohres und Perforation im Bereich der Lagerstätte ausgerüstet. In der ersten Phase fließt das Erdöl aufgrund des Lagerstättendrucks selbstständig zu den Produktionssonden. Mit dem Absinken des Drucks werden zusätzliche Techniken erforderlich. Entweder werden Tiefpumpen in das Bohrloch eingesetzt oder Hochdruckkreiselpumpen in das Bohrloch abgelassen. Nach dieser Primärförderung werden Sekundärverfahren eingesetzt, bei dem meist Wasser in das Speichergestein eingepresst wird, um den Lagerstättendruck wiederaufzubauen und zu erhalten.

Weitere typische anlagebedingte Vorhabensbestandteile (Nebenanlagen) sind u. a.:
a) die Infrastruktur für An- und Abtransport,
b) die Energieversorgungseinheit, Anlagen zur Bereitstellung von benötigtem Wasser (v. a. bei Erdölförderung in Sekundärverfahren),
c) Aufbereitungs- und Reinigungsanlagen für Abwässer, Abgase und feste Rückstände (z. B. Anlagen für Fackelarbeiten bei Erdgasförderung) sowie deren Lagerungs- und Transportsysteme,
d) Werkstätten, Betriebsfeuerwehr, Verwaltungs-, Versorgungsgebäude, Abstellflächen, Parkplätze, Unterhaltungswege, Zäune.

Zu den möglichen baubedingten Vorhabensbestandteilen gehören u. a.: Baustelle, Materiallagerplätze, Maschinenabstellplätze, Erdentnahmestellen, Bodendeponien, Baumaschinen, Baustellenbeleuchtung und der Baubetrieb incl. Baustellenverkehr. Mit dem Bau und Betrieb einer Produktionsanlage kann zudem der Neu- oder Ausbau eines Straßen- oder Schienenverkehrsweges oder die Neuordnung des öffentlichen Straßennetzes in einem Industrie-/Gewerbegebiet einhergehen. Dies dient z. B. dem kontinuierlichen An- und Abtransport von Rohstoffen, Abfallprodukten usw. per Lkw, Bahn oder Schiff.

Mögliche betriebsbedingte Beeinträchtigungen gehen v. a. von dem Fördervorgang selbst, dem Betrieb weiterer Anlagen und von Lieferverkehren aus. Hiermit verbunden sind Veränderungen abiotischer Standortverhältnisse sowie stoffliche Emissionen (Schadstoffe) und nichtstoffliche Wirkungen (insb. optische und akustische Störwirkungen, Erschütterungen, mechanische Einwirkungen).

Wirkfaktoren
Relevanz
Erläuterungen
1 Direkter Flächenentzug
1-1 Überbauung / Versiegelung2 Der Bau von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore führt durch die Förderanlagen selbst, aber auch aufgrund verschiedener möglicher Nebenanlagen (s. unter Bemerkung) regelmäßig zur Überbauung/Versiegelung von Flächen.
2 Veränderung der Habitatstruktur / Nutzung
2-1 Direkte Veränderung von Vegetations- / Biotopstrukturen2 Der Bau von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore führt aufgrund verschiedener Vorhabensbestandteile (s. unter Bemerkung) regelmäßig zur direkten Veränderung von Vegetations- bzw. Biotopstrukturen. Dies schließt neben der Beseitigung auch Pflanzmaßnahmen oder sonstige landschaftsbauliche Maßnahmen im Sinne einer Neuschaffung ein, die lokal zu einer veränderten Pflanzendecke führen.
2-2 Verlust / Änderung charakteristischer Dynamik1 Der Betrieb von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kann durch indirekte Wirkungen zur Veränderung der charakteristischen Dynamik von Lebensräumen führen. Beispielsweise kann es bei dem Bau von oberirdischen Anlagenbestandteilen im Wald zu Waldanschnitt und damit zur Änderung der charakteristische Walddynamik im neu entstandenen Waldrandbereich kommen.

Bei der Erdgasförderung kann es z. B. zu entsprechenden Änderungen in Oberflächengewässer durch Einleitungen kommen. Diese sind für die entsprechende Gewässerdynamik (in Fließgewässern oder Auen) sowie die hydrochemischen Verhältnisse ggf. ebenfalls relevant (vgl. Wirkfaktoren 3-3 und 3-4).
2-3 Intensivierung der land-, forst- oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
2-4 Kurzzeitige Aufgabe habitatprägender Nutzung / Pflege0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
2-5 (Länger) andauernde Aufgabe habitatprägender Nutzung / Pflege0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
3 Veränderung abiotischer Standortfaktoren
3-1 Veränderung des Bodens bzw. Untergrundes2 Der Bau von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore führt im Bereich der oberirdischen Anlagen zu starken Veränderungen des Bodens infolge Überbauung, Bodenumlagerung und Bodenverdichtung (s. unter Bemerkung).

Zudem kommt es zu Veränderungen im Untergrund infolge der Ausbeutung der Öl- und Gas-Lagerstätten. Im Rahmen von Sekundärverfahren werden große Mengen an Wasser oder anderer Materialien in die Lagerstätte eingebracht, um den Lagerstättendruck hoch zu halten. Die Speichergesteine, in denen Erdöl vorwiegend auftritt, gehören der Jura- und Kreidezeit des Erdmittelalters an und liegen meist in Tiefen von 1.000 bis 2.500 m. Die Erdgaslagerstätten liegen hauptsächlich in den Formationen des Zechsteins und des Rotliegenden überwiegend in Tiefen von 3.000 bis 5.000 m. In jüngster Zeit werden auch Erdgaslagerstätten in noch tieferen Gesteinsschichten (Karbon) gesucht (WEG 2008).

Auswirkungen auf die Landoberfläche (Bergsenkungen) sind durch die Ausbeutung der Lagerstätten auch bei den Bohrlochverfahren zur Förderung von Erdöl und Erdgas nicht ausgeschlossen. Möglich sind Senkungen im Dezimeterbereich, die nur mit genauen Beobachtungstechniken nachgewiesen werden können (Bundesverband Geothermie: https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/b/bergsenkung.html).
3-2 Veränderung der morphologischen Verhältnisse0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
3-3 Veränderung der hydrologischen / hydrodynamischen Verhältnisse1 Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore können aufgrund verschiedener Vorhabensbestandteile (s. unter Bemerkung) zu Veränderungen an den wasserbezogenen Standortfaktoren wie (Grund-)Wasserstände, Druckverhältnisse, Fließrichtung, Strömungsverhältnisse oder -geschwindigkeit etc. führen. Dies schließt entsprechende Veränderungen in Oberflächengewässern, Bodenwasser und Grundwasser ein.

Werden Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore (z. B. auf Grund von hohem Wasserbedarf und Abwasseraufkommen) in die Nähe von Fließgewässern gebaut, sind Veränderungen der dortigen hydrologischen/hydrodynamischen Parameter zu erwarten. Ggf. wird zusätzlich zur Belieferung aus dem Wasserwerk örtliches Grund- oder Oberflächenwasser entnommen. Dies kann den örtlichen Wasserhaushalt und die hydrogeologischen Verhältnisse beeinflussen.

Während der Bauzeit kann es zur Einleitung von Niederschlags- und Brauchwasser oder zur Grundwasserhaltung kommen.

Beim Abteufen von Bohrungen können evtl. Grundwasserleiter durchstoßen werden. Hierdurch kann es in Störfällen, bei fehlenden Abdichtungen, zu einer Vermischung von Grundwasserleitern und Veränderungen der bestehenden Druckverhältnisse kommen. Auch im Anlagenbetrieb ist ein hydraulischer Kurzschluss zwischen zwei Aquiferen möglich, wenn die untertägigen Rohre beschädigt werden.
3-4 Veränderung der hydrochemischen Verhältnisse (Beschaffenheit)1 Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore können im Verlaufe verschiedener Verfahrensschritte (s. unter Bemerkung) Veränderungen hydrochemischer Verhältnisse bewirken. Relevant sind hier u. a. bau- und betriebsbedingte Einleitungen/Einträge von Wasser anderer Beschaffenheit in Grund- und Oberflächenwasser. Je nach Reinigungsleistung der betrieblichen Abwasseraufbereitung sowie Art und Menge der Ableitung von Niederschlagswasser von den Betriebsflächen sind Veränderungen der hydrochemischen Verhältnisse im Grund- und Oberflächenwasser möglich.
3-5 Veränderung der Temperaturverhältnisse1 Der Bau von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kann aufgrund verschiedener Produktionsprozesse bzw. Vorhabensbestandteile (s. unter Bemerkung) zur Veränderung von Temperaturverhältnissen führen.

Einleitungen von anders temperiertem Wasser aus Kühlsystemen und bestimmten Produktionsprozessen haben Temperaturänderungen der entsprechenden Oberflächengewässer zur Folge. Diese sind durch gesetzliche Grenzwerte beschränkt.
3-6 Veränderung anderer standort-, vor allem klimarelevanter Faktoren1 Der Bau von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kann aufgrund verschiedener Vorhabensbestandteile (s. unter Bemerkung) zur Veränderung von Standortverhältnissen führen.

Hier zugeordnet sind mikroklimatisch relevante Änderungen der Luftfeuchte aufgrund von strukturellen Veränderungen, z. B. Verschattung durch Gebäude, Wände etc.; Freistellung durch Beseitigung der Baum- und Strauchschicht, z. B. beim Anschnitt von Wäldern. Hierzu zählen auch Änderungen der Luftfeuchtigkeit z. B. als mittelbare Folge einer etwaigen Anlage oder Beseitigung von Gewässern.
4 Barriere- oder Fallenwirkung / Individuenverlust
4-1 Baubedingte Barriere- oder Fallenwirkung / Mortalität1 Beim Bau von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore können baubedingte Barriere- oder Fallenwirkungen bzw. Individuenverluste u. a. durch Baustellen- und Baustraßenverkehr, durch offene Schächte, Kanäle, Gruben mit Fallenwirkung für bodengebundene Arten, durch Baustellenbeleuchtung oder ggf. durch Hilfsbauwerke und Kräne auftreten.

Individuenverluste können regelmäßig auch im Rahmen der Baufeldfreimachung bzw. -räumung (Vegetationsbeseitigung, Baumfällungen, Bodenabtrag etc.) auftreten.
4-2 Anlagebedingte Barriere- oder Fallenwirkung / Mortalität1 Durch bauliche Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore bedingte Barriere- oder Fallenwirkungen bzw. Individuenverluste können auftreten und sind je nach Art und Dimensionierung der Anlagebestandteile ausgeprägt.

Eine Barrierewirkung kann einerseits durch großflächiges Betriebsgelände und Zäune, anderseits durch veränderte standörtliche oder strukturelle Bedingungen (z. B. vegetationsfreie, versiegelte Flächen) hervorgerufen werden. Zusätzlich können andere Störfaktoren der Wirkfaktorgruppe 5 zur Meidung bestimmter Bereiche führen und somit eine Barrierewirkung verstärken.

Die Tötung von Tieren (z. B. Vögel, Amphibien, Insekten) kann auf eine Kollision mit baulichen Bestandteilen des Vorhabens zurückzuführen sein oder darauf, dass Tiere aus fallenartig wirkenden Anlagen (z. B. Gullys, Schächte, Gruben, Becken) nicht mehr entkommen können und darin verenden.
4-3 Betriebsbedingte Barriere- oder Fallenwirkung / Mortalität1 Durch den Betrieb von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore können Barriere- oder Fallenwirkungen bzw. Individuenverluste verursacht werden.

Eine Barrierewirkung kann ggf. durch erhöhte Mortalität, v. a. aber durch zusätzliche Störwirkungen (s. unter Wirkfaktorengruppe 5) entstehen, die zur Meidung des Betriebsgeländes und seiner Umgebung führen.

Betriebsbedingte Individuenverluste können z. B. durch innerbetriebliche Transporte sowie Liefer- und Entsorgungsverkehr auf dem Betriebsgelände und den Zufahrtsstraßen entstehen. Auch die Unterhaltung der Betriebs- und Verkehrsflächen (z. B. Baumschnitt, Winterdienst) kann ggf. Tierverluste verursachen.

Werden zu Betriebszwecken entsprechend große Wassermengen aus Fließgewässern entnommen, können damit Individuenverluste in der betroffenen Gewässerflora und -fauna verbunden sein.
5 Nichtstoffliche Einwirkungen
5-1 Akustische Reize (Schall)2 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore sind akustische Reize als Wirkfaktor regelmäßig relevant.

Betriebsbedingte Lärmemissionen entstehen z. B. durch den Betrieb der Förderanlagen bzw. -verfahren, innerbetriebliche Transporte sowie Liefer- und Entsorgungsverkehr auf dem Betriebsgelände und den Zufahrtsstraßen.

Zudem ist die Bauphase mit ihrer baubedingten Verlärmung (z. B. durch Baumaschinen, Baustellenverkehr etc.) mit z. T. hohen Spitzenlärmpegeln zu berücksichtigen.
5-2 Optische Reizauslöser / Bewegung (ohne Licht)2 Insbesondere in der Bauphase von Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore treten optische Reize regelmäßig auf. Dabei handelt es sich um durch Kraftfahrzeuge (Bewegung, Reflektionen) und menschliche Anwesenheit und Aktivität bau- und betriebsbedingt hervorgerufene Störungen.

Zu den optischen Störreizen zählen zudem bei bestimmten Arten des Offenlandes ("Kulissenflüchtern") strukturelle Störeffekte, die von höheren Bauwerken (z. B. Werkshallen, Fördertürme), höheren Gehölzpflanzungen im Betriebsgelände oder anderen Vertikalstrukturen ausgehen können.
5-3 Licht2 Von den Beleuchtungsanlagen auf dem Betriebsgelände und an Betriebsgebäuden sowie den Fahrzeugbeleuchtungen der Betriebsfahrzeuge im Betriebsgelände und Zufahrtsverkehr können intensive und/oder zahlreiche Lichtemissionen ausgehen. Hinzu kommen z. B. auch Fackelarbeiten bei Erdgasförderung.

Zudem ist die Bauphase mit Lichtquellen durch Baustelleneinrichtung, Baumaschinen, Baustellenverkehr etc. zu berücksichtigen.
5-4 Erschütterungen / Vibrationen2 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore treten regelmäßig Erschütterungen / Vibrationen auf.

Diese entstehen insbesondere baubedingt durch Einsatz schwerer Maschinen und betriebsbedingt durch Förderanlagen bzw. entsprechende -verfahren.
5-5 Mechanische Einwirkung (Wellenschlag, Tritt)1 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore können ggf. mechanische Einwirkungen auftreten.

Mechanische Einwirkungen auf Böden, Bodenfauna und Vegetation können v. a. durch das Befahren mit schweren Fahrzeugen im Zuge der Bauphase resultieren.
6 Stoffliche Einwirkungen
6-1 Stickstoff- u. Phosphatverbindungen / Nährstoffeintrag0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
6-2 Organische Verbindungen2 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kommt es regelmäßig zur Freisetzung von organischen Verbindungen in Boden, Gewässer und die Luft.

Relevante Vorhabensbestandteile sind vor allem der Förderbetrieb sowie die Entwässerung in Oberflächengewässer.
6-3 Schwermetalle1 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kann es ggf. zur Freisetzung von Schwermetallen in den Boden und in Gewässer kommen. Z. B. können bei der Gasförderung, u. a. bei Freiförderarbeiten, Quecksilberemissionen auftreten. Eine Freiförderung wird durchgeführt, um Flüssigkeiten oder Feststoffe aus Förderbohrungen auszutragen.

Relevante Vorhabensbestandteile sind vor allem der Förderbetrieb sowie die Entwässerung in Oberflächengewässer.
6-4 Sonstige durch Verbrennungs- u. Produktionsprozesse entstehende Schadstoffe2 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kommt es betriebsbedingt regelmäßig zur Freisetzung von sonstigen Schadstoffen.
6-5 Salz0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
6-6 Depositionen mit strukturellen Auswirkungen (Staub / Schwebst. u. Sedimente)1 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kann es ggf. zu Depositionen mit strukturellen Auswirkungen (Schwebstoffe) in Gewässern kommen.

Mögliche Vorhabensbestandteile sind Emissionen aus dem Förderbetrieb sowie die Entwässerung in Oberflächengewässer.
6-7 Olfaktorische Reize (Duftstoffe, auch: Anlockung)1 Bei Anlagen zur Öl- und Gasförderung onshore kann es ggf. betriebsbedingt, z. B. beim Abfackeln von Erdgas, zu olfaktorischen Reizen kommen.
6-8 Endokrin wirkende Stoffe0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
6-9 Sonstige Stoffe0 Hinweise auf eine Relevanz sonstiger Stoffe liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
7 Strahlung
7-1 Nichtionisierende Strahlung / Elektromagnetische Felder0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
7-2 Ionisierende / Radioaktive Strahlung0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
8 Gezielte Beeinflussung von Arten und Organismen
8-1 Management gebietsheimischer Arten0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
8-2 Förderung / Ausbreitung gebietsfremder Arten0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
8-3 Bekämpfung von Organismen (Pestizide u.a.)0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
8-4 Freisetzung gentechnisch neuer bzw. veränderter Organismen0 Hinweise auf eine Relevanz dieses Wirkfaktors liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.
9 Sonstiges
9-1 Sonstiges0 Hinweise auf eine Relevanz sonstiger Wirkfaktoren liegen nach dem derzeitigen Bearbeitungsstand nicht vor.

Leitfäden / Literatur zu diesem Projekttyp

Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) (2019): Fördertechnik Erdgas- und Erdölförderung, Fracking. https://www.bveg.de.

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) (2018): Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland - Jahresbericht 2017. http://www.lbeg.niedersachsen.de.

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) (2018): Stoffgehalte in Böden und Sedimenten im Umfeld aktiver Erdgasförderstellen in Niedersachsen. Ein Projekt der niedersächsischen Landesregierung.

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) (2018): Weiterführende Untersuchungen an entwässerungsrelevanten Oberflächengewässern im Umfeld niedersächsischer Erdgasförderplätze. Zusammenfassung - 42 Einzelberichte.

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) (2019): Untersuchungsergebnisse zur Quecksilberbelastung an Erdgasförderstellen. http://www.lbeg.niedersachsen.de.

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) (2019): Untersuchungen im Umfeld von Erdgasförderplätzen. http://www.lbeg.niedersachsen.de.

Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V. (WEG) (2008): Erdgas - Erdöl - Entstehung - Suche - Förderung. https://www.bveg.de/Der-BVEG/Publikationen/Broschueren/Erdgas-Erdoel.

Relevanz des Wirkfaktors

0 (i. d. R.) nicht relevant
1gegebenenfalls relevant
2regelmäßig relevant

Bearbeitung und Zitiervorschlag: siehe Impressum von