Auswahl: Wirkfaktoren


Wirkfaktorengruppe

Definition - Wirkfaktoren

3 Veränderung abiotischer Standortfaktoren >> 3-6 Veränderung anderer standort-, vor allem klimarelevanter Faktoren

Änderungen an sonstigen, vor allem klimatisch wirksamen Standortfaktoren wie Änderung der Luftfeuchtigkeit (z. B. als mittelbare Folge bei der Anlage von Gewässern) oder der Beschattungs-/Belichtungsverhältnisse soweit die Veränderungen nicht vorrangig einem anderen Wirkfaktor (z. B. 3-2 od. 3-5) zuzuordnen sind.

Unmittelbar durch Lichtquellen ausgelöste Veränderungen sind dem Wirkfaktor 5-3 zugeordnet.

Vertiefende Ausführungen - Wirkfaktoren

3 Veränderung abiotischer Standortfaktoren >> 3-6 Veränderung anderer standort-, vor allem klimarelevanter Faktoren

Änderungen von Beschattungs-/Belichtungsverhältnissen resultieren u. a. aus morphologischen oder strukturellen Veränderungen, z. B. aus der Verschattung durch Gebäude, Dämme, Brücken, Gehölzanpflanzungen etc. oder aber aus einer projektbedingten Freistellung von Habitaten durch Beseitigung einer vorhandenen Baum- oder Strauchschicht, wie sie z. B. beim Anschnitt von Wäldern durch Verkehrsinfrastrukturvorhaben entstehen kann.

Sofern die veränderten Beschattungs-/Belichtungsverhältnisse letztlich stärker über die daraus folgenden veränderten Temperaturverhältnisse wirken, wird dies unter Wirkfaktor 3-5 behandelt.

Bei einer Reihe heliophiler Arten spielt der Faktor Licht als solcher für die grundsätzliche Eignung als Habitat bzw. die Raumnutzung eine Rolle; beschattete Bereiche werden von ihnen trotz des grundsätzlich geeigneten Temperaturspektrums und des Vorkommens ihrer Wirtspflanzen gemieden. Hierzu zählen z. B. viele heimische Tagschmetterlingsarten und einige Reptilienarten.

Ebenfalls von Relevanz ist der Faktor Luftfeuchte, der durch morphologisch/strukturelle Veränderungen im Umfeld bzw. auf einer Fläche oder aber durch Veränderung der standörtlichen Verhältnisse (Bodenwasserhaushalt) beeinflusst werden kann.

Wie beim vorhergehenden Wirkfaktor muss die Prognose möglicher Auswirkungen speziell auf die Standort- bzw. Habitatansprüche der jeweiligen Lebensraumtypen, charakteristischen Arten bzw. direkt relevanten Arten nach FFH-RL u. VRL abgestellt werden. Standardmethoden liegen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vor.
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